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FANGGEKARSPITZE AM ARLBERG

FREERIDE TOUR MIT UNSEREN ATHLETEN SIMON UND LENA 

Am Arlberg neue Spuren zu legen ist nicht einfach. Er ist alles andere als ein unbefahrenes Terrain. Die Wiege des Skifahrens, the Home of Ski Bums. „Aber wenn man es anders angeht, gibt es noch viel zu entdecken“, meint Simon. „Mir geht es nicht um die steilste, höchste, längste Abfahrt oder ums Höhenmetersammeln. Mich treibt viel mehr die Neugier, das Erkunden und die Vorstellung, eine besondere Spur zu legen, an.“

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Lerne Simon und Lena kennen

Simon Wohlgenannt ist Freeride Guide und staatlich geprüfter Skilehrer und Skiführer, seit kurzem Buchautor und ist ein geduldiger Mensch. Am Arlberg kennt er vieles. Sehr vieles. Aber die Nordrinne der 2.640 Meter hohen Fanggekarspitze hält sich bedeckt. „Es ist ein faszinierender Berg mit einer sehr coolen Flanke. Ich habe so oft rübergeschaut und mich gefragt, ob es über die exponierte Rampe oben einen Weg in die nordseitigen Rinnen gibt und man durchgehend abfahren könnte.“ 

Simon als studierter Biologe, der reflektiert mit dem Naturraum umgeht, weiß, wer selbst noch lange lebendig sein möchte und ein alter Freerider werden will, der muss auch Grenzen anerkennen können. Die persönlichen Grenzen, die Grenzen des Naturschutzes wie auch die naturgegebenen Grenzen.

Daher hat sich Simon im Winter 2023 mit seiner Freeride-Kollegin und Bergführeranwärterin Lena Koller zusammengeschlossen, um gemeinsam das Projekt der Fanggerkarspitze zu bewältigen.

 

Was macht die Fanggekarspitze so besonders?

Die Fanggekarspitze ist kein Arlberger Klassiker. Sie ist kein schimmerndes Massiv wie die Rote Wand, keine Ikone wie die Valluga. Vielleicht wirkt sie gerade deshalb so anziehend auf den Local Freerider Simon Wohlgenannt. Er hat sie lange beobachtet, lange studiert und sich langsam angenähert, bevor er seine Spur in ihre Flanke zeichnete.

„Für besondere Projekte muss man viel Wissen mitbringen und vor allem auch viel Geduld. Es können Jahre vergehen, bis der richtige Moment gekommen ist und die Verhältnisse stimmen. Die Fanggekarspitze geht vielleicht an fünf Tagen in der Saison.“ Im Hochwinter, erklärt der 39-Jährige, seien die Nordhänge eigentlich unfahrbar. „Es gibt so viele Schichtungen in der Schneedecke, dass es nur schwer abschätzbar ist, ob das hält.“ Die eigentliche Steilwandsaison kommt am Arlberg im März/April, wenn nach Wärmeperioden der Schnee durchgeschmolzen ist – „und wenn es dann nochmal 10 cm drauf geschneit hat, dann hat man Bombenverhältnisse.“

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Der Weg auf die Fanggekarspitze

Einmal mehr gibt es 2023 eine „merkwürdige Saison“ mit einem April, der sich winterlicher präsentiert als der Winter. Statt 10 cm fallen 75 cm Neuschnee. Simon bespricht sich viel mit seinem Team, das er für das Projekt zusammengestellt hat: Freeride-Kollegin und Bergführeranwärterin Lena Koller, Filmer Fabian Spindler und Fotograf Max Draeger. Sie entscheiden, sich langsam an die Fanggekarspitze heranzutasten.

Langsam nicht nur, weil Simon mit dem Bike von der Haustür weg gen Arlberg startet, „um auch so einen neuen Weg zu gehen.“ Gemeinsam steigt die Crew auf und fährt zunächst „ein paar gemütliche Hänge um die Rüfispitze, um die Schneedecke einzuschätzen. Wir haben kontinuierlich die Hangsteilheit gesteigert und sind schließlich noch auf die Erlispitze, haben ein Schneeprofil erstellt und sind dann in einem unglaublichen Sonnenuntergang abgefahren.“

Als Basislager dient die Stuttgarter Hütte. Ohne Schlafsäcke ist die Nacht im Winterraum kalt – und kurz. Gestartet wird früh am Morgen. Und das in die Wolken hinein. Die Crew ist angespannt. „Es sah nicht gut aus, aber wir hatten Glück und kurz vor dem Gipfel der Fanggekarspitze kam die Sonne durch. So konnten wir sehen, dass es über die Rampe und eine kurze Steilstufe direkt in eine durchgehende Rinne geht – schmal und steil und spannend.“ Der Auftakt ist ein Traum. Der extrem steile Einstieg nah den Felswänden präsentiert feinsten Powder. Im zweiten Abschnitt jedoch wird es „zäch und technisch relativ schwierig“. Die Sonne hat schon zu viel Zeit auf den Schnee gebrannt – und jetzt brennen die Oberschenkel.

Vier Lines werden in die Flanke gezeichnet. Lange bleiben sie nicht sichtbar. Doch in das Gedächtnis der vier Freerider haben sie sich fix eingeschrieben. Unser Gehirn speichert speziell neue Erlebnisse mit hoher Priorität ab. Die Befahrung als Erfahrung, die bleibt. Die Suche nach neuen Wegen auch.
 

TOURENFAKTEN

  • ART: Freeride
  • DAUER: 2 Tage
  • HÖHENMETER:
    • 1. Tag: 1.245 hm mit Fahrrad und 1.950 hm mit Ski ( 1.200hm davon durch Lift- oder Busunterstützung)
    • 2. Tag: 700hm
  • SCHWIERIGKEIT: sehr schwer

Lenas und Simons Produkthighlights beim Freeriden